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[Translate to Griechisch:] Santorin Reisebericht April 2017

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Ich führe seit 1996 Reisegruppen auf der Vulkaninsel Santorin und trotzdem ist jede Gruppe ein neues Erlebnis. Zum Glück wird Reiseleitung nie zur Routine. Diesmal waren wir 7 Personen und multinational, da wir auch zwei nette Gäste aus den USA dabei hatten. Ich war mit meinem Freund Michael schon ein paar Tage eher auf Santorin, um alles vorzubereiten. Richtig toll fing es nicht an. Am 19.4 schlug das Wetter um und wir hatten schon ein bißchen Angst, dass die Wanderreise vom Regen geprägt würde. Bis zur Ankunft der Gäste am 22 April war es ein kleines Abenteuer. Aber genau zur ersten Tour kamen wir in den Genuß des schönsten Frühlingswetters, das ich bisher auf meinen Wanderreisen erleben konnte - bis zum Ende der Reise am 29.4.! Wie schon die Jahre zuvor, waren wir bei meinem Freund Spyros Kokkalis im Hotel Anemomilos untergebracht. Schön ist, dass Spyros alle paar Jahre alles neu macht und auch dieses Mal war ich überrascht, wieviel schöner und moderner alle Zimmer wurden. Aber im Anemomilos sind eigentlich die Zimmer "Nebensache". Ein tägliches Highlight sind nämlich die von der Familie frisch gekochten, griechischen Spezialitäten in der Taverne Anemomilos.
Ich hoffe, dass ich noch oft Gäste nach Santorin bringen kann!

 

[Translate to Griechisch:] Tag 1: Besuch des archäologischen Museums und Wanderung von Thira nach Ia

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Am 23 April ging es früh mit dem öffentlichen Bus nach Thira, der direkt vor dem Hotel hält. In Thira war natürlich das archäologische Museum ein erster Höhepunkt, denn dort bekommt man einen guten Eindruck, wie sich die minoische Kultur entwickelt hat und, was man auf der Insel fand. Sehr gelungen ist auch der Teil, in dem die prähistorischen Handelsbeziehungen klar werden und Töpferei aus der ganzen prähistorischen Mittelmeerregion zu sehen sind. Viele Geräte, wie ein kleiner, tönerner Hausgrill, könnten auch heute noch so hergestellt werden. Natürlich sind auch die Wandmalereien interessant, die man in den Ausgrabungen bei Akrotiri entdeckte. Am Ende der Ausstellung bewunderten wir dann noch den kleinen, goldenen Widder. Später ging es dann durch die Touristenmeile in Thira mit ihren ganzen Ramschläden und überteuerten Restaurants & Cafés. Glücklicherweise hatten keine Kreuzfahrtschiffe angelegt und so konnten wir in Ruhe Spazieren gehen. Oben am Nomikos-Zentrum gab es mit herrlicher Aussicht auf die Kaldera Frappé. Dann war die Kirche Agios Georgios, die Namenstag hatte, eines der ersten fotografischen Motive. Hie rhat sich vor ein paar Jahren ein "Wunder" ereignet, als ein albanischer Arbeiter hier in die Tiefe stürzte und nur wenig verletzt wurde.
Weiter ging es dann an teuren Kalderahotels vorbei (manche verlangen bis zu 1200 € die Nacht!) und ab Imerovilgi langsam wieder in die Natur. Leider wird mehr und mehr die Wanderroute von Luxushotels zugebaut. Am kleinen Vulkan Profitis Ilias machten wir Fotos und dann ging es bergab zum Kalderacafé. Kurz vor dem Erreichen von Ia liegt die Kapelle Zoodochos Pigis. Der beste Ort, um das berühmte Dorf Ia zu fotografieren! Der Sonnenuntergang von dort oben ist das beste Fotomotiv! Viel schöner, als sich von den Massen in Ia zum "Sunset" schieben zu lassen und dann dort eh nur die Sonne über dem Meer untergehen zu sehen!

 

[Translate to Griechisch:] Tag 2: Das Dorf Pyrgos und die Wanderung nach Emporion
[Translate to Griechisch:] Tag 3: Die Ausgrabung des bronzezeitlichen "Pompeji" bei Akrotiri

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Ungefähr um 1627 v. Chr. brach der Vulkan der Insel Santorin in einer Dimension aus, die alles übertraf, was die Menschen an Naturkatastrophen erlebt hatten. Schon damals gab es eine Kaldera und in deren Mitte, wie heute, eine oder mehrere Inseln. Auf dieser Insel standen wohl Heiligtümer der Minoer. Irgendwann gab es Erdbeben und erste Gebäude wurden zerstört. Es stank nach Schwefel und das Meer verfärbte sich gelbgrün. Die Minoer waren beeindruckt. Man deutete diese Zeichen als göttliche Warnung. Nach Monaten tat sich eine Spalte auf der Insel auf und heißer Dampf und Felsbrocken flogen in die Luft. Alle Gebäude wurden zerstört. Aber es hatte kein Ende. Nach wenigen Tagen tat sich ein Krater auf und die Eruptionen wurden immer heftiger. Schiffe, die in dem ehemals sicheren Naturhafen ankerten, wurden durch herumfliegende Felsen zerstört. Erdbeben richteten in allen Dörfern große Schäden an. Man versuchte die Häuser und Mauern zu reparieren und sammelte alle wichtigen Güter an zentralen Plätzen. Die Vulkanausbrüche im Zentrum der Kaldera wurden immer bedrohlicher. Also versuchte man übers Meer zum vermeintlich sicheren Kreta zu segeln. Der Krater auf der Insel hatte sich schon so weit vergrößert, dass er nicht mehr dem Druck des umgebenden Meeres Stand hielt. Nun war die Katastrophe perfekt!
Magma und Wasser sind die gefährlichste "Verbindung" Gewaltige Dampfeplosionen schleuderten hausgroße Felsen über viele Kilometer weit in die Luft. Eine extrem heiße Säule aus Staub, Asche und Gasen stieg in eine Höhe von 15-20 km. Als sie in sich durch ihr Gewicht zusammenbrach, raßten bis zu 400 C heiße Glutströme noch in Entfernungen von 70-100 km über das Meer und zerstörten alles, was ihnen in den Weg kam. Solche pyroklastischen Glutströme bewegen sich mit bis zu 200 km/h über die Landschaft und das Meer. Sollten die Minoer es geschafft haben, auf ihren Schiffen zu flüchten, so könnte sie die Glutwolke erfaßt haben. Nirgendwo hat man bis heute ihre Reste gefunden. Auch nicht auf Santorin.
Dafür hat die Eruption die Insel mit bis zu 60 m Bims (glasartige, vulkanische Asche) bedeckt und die Städte und Dörfer für die Ewigkeit konserviert.
In Akrotiri besuchten wir die berühmten Ausgrabungen mit ihren bis zu dreistöckigen Häusern. In manchen Häusern sieht man noch Haushaltsgeräte und als man Hohlräume mit Gips ausgoß, entdeckte man Möbel und Bettgestelle. An ein paar Stellen kann man ehemalige Treppen erkennen, die durch Erdbeben zerbrochen wurden. Die Ausgrabung lohnte sich! Und zum Glück war auch nicht viel los, so dass wir alles in Ruhe besichtigen und fotografieren konnten.
Anschließend wanderten wir zum berühmten "roten Strand", wo ein Russe mit nerviger Sirtaki-Musik alles beschallte. Der rote Strand gehört zu einem uralten, vulkanischen Schlackekegel, der in der Hälfte erhalten ist. Kompakte Felsen in seinem oberen Teil stammen von einem Lavasee.
Der Strand ist sehr beliebt und so kann man dort auch baden. Man sollte aber von den Felswänden Abstand halten, da es akute Steinschlaggefahr gibt.
Michael und Elke trauten sich ins ca. 18 C Grad "warme" Meer... Später ging es auf einem steilen Fahrweg zum Dorf hoch. Am Wegrand sieht man Kissenlava, die irgendwann am Meeresgrund austrat. Alles hat sich durch tektonische Kräfte gehoben. Und natürlich fand ich auch eine riesige, fossile Auster. Das ist bei den Wanderungen immer möglich, da ich ein besonderes Auge für Mineralien, Fossilien und antike Reste habe. An diesem Weg findet man auch immer wieder Zeichen von heißen Quellen, die am Meeresgrund austraten und dabei Quarzkristalle oder sogar Opal gebildet haben. Weiter oben sind wir bald am Rand des Dorfs Akrotiri. Auch da ist wieder ein geologisches Highlight zu bewundern. In einer Felswand besichtigen wir fantastisch geformte Schichten im Fels. Sie gehören zu einer unterseeischen Schlammlawine.
Zum Abschluß erholten wir uns am Dorfplatz von Akrotiri in einer kleinen Taverne, bevor uns Thomas wieder mit seinem Bus abholte.

 

[Translate to Griechisch:] Tag 4: Bootsfahrt mit Sostis zu den Vulkaninseln

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Der Höhepunkt der Santorinreisen ist seit Jahren die Bootsfahrt mit meinem Freund Sostis, der als Einsiedler auf der Insel Palea Kameni lebt. Mit seinem roten Boot hat er schon viele kleine Gruppen sicher zu den beiden Vulkaninseln Nea Kameni und Palea Kameni gebracht. Das ist immer etwas Besonderes, denn, wenn es Sostis nicht gut geht, klappt es halt nicht. Auch diesmal holte er uns in der Amouthi-Bucht unterhalb von Ia ab. Sein rotes Boot ist schon von weitem zu sehen und so wußten wir, schon oben in Ia, dass er kommt.
Die erste Station war die Insel Nea Kameni mit ihren zahlreichen Kratern und Lavadomen. Wir hatten Glück, dass nicht viel los war und wir fast alleine auf dem Vulkan waren. Es ging an den Daphne-Kratern vorbei, zum Nautilus-Dom und zum Georgios-Krater mit seinen Fumarolen. Auffällig war, wie viele Meßgeräte dieses Jahr um den Gerogios-Krater herum aufgebaut sind. An einem Felsen, an dem ich seit Jahren heiße Dampfaustritte beobachtete, gab es eine neue Fumarole, etwa 7 m von ihm entfernt. 2012 gab es zahlreiche Schwarmbeben und bei Messungen stellte man fest, dass sich die Insel um ca. 9 cm gehoben hatte. Ein deutliches Zeichen, dass eine Magmakammer im Aufstieg war. Dann hatte sich wieder alles beruhigt und seitdem sind nur noch außerhalb der Kaldera viele Erdbeben zu registrieren. Die meisten beim unterseeischen Vulkan Koloumbos. Irgendwann wird es aber neue Vulkanausbrüche geben. Vielleicht genau dort, wo die vielen Meßgeräte stehen? Wann und wo, weiß aber niemand genau. Spannend bleibt es auf jeden Fall!
Wir sind dann noch in Westen gewandert, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Nachbarinsel Palea Kameni hatte. Das Wetter war so klar, dass man die verschneiten Berge Kretas sehen konnte!
Auf der Weiterfahrt brachte uns Sosti in seine kleine Bucht mit den Thermalquellen. Nur sein kleines Boot passt da genau rein. Ein paar von uns sprangen ins Wasser und fanden auch warme Quellen. Im April ist natürlich das Meerwasser noch nicht so richtig warm und so kam es den Gästen nicht soooo extrem warm vor. In den Reisebüros in Thira wird immer von den "Hot Springs" gesprochen, dabei werden die Thermalquellen kaum wärmer, als 37-42 C Grad. Hier in Sostis Bucht waren wir wenigstens unter uns. Das änderte sich schnell, als wir bei ihm zuhause an der Insel Palea Kameni ankamen...
Dort begrüßte uns erst mal sein großer Schäferhund Platon. Ein schon etwas beeindruckender Hund...
Sostis hat auf Palea Kameni sein kleines Haus gebaut, eine Picknick-Überdachung eingerichtet, Gärten und Zisternen und Ställe für seine Tiere gebaut. Auf Palea Kameni leben Ziegen, Schweine, Hühner, er und sein Hund.
An der kleinen Hafenbucht gingen wir über seinen Pfad zum Ort, wo wir immer Picknick machen. Dort ist auch die kleine Bucht, die überall in der Werbung als "Hot Springs" beworben wird. Daneben genossen wir kretischen Zwieback "Dagos", der mit Wasser übergossen und mit Tomaten, Zwiebeln, Kapern und Käse bedeckt wird. Sostis süßer Likörwein gehört zum Besten, was Santorin zu bieten hat... Vom selbstgemachten Käse ganz zu schweigen...
Danach führte ich ein paar Gäste noch zum tiefgrünen Kratersee und dann auf die Hochfläche von Palea Kameni. Dort liegen die Gärten, in denen Sostis Tomaten, Salat, Zwiebeln, Kartoffeln und Kräuter anbaut. Bei einem Felsen entdeckten wir zwei Mutterschweine mit zwei Dutzend Ferkeln, die ihre Mütter als Tankstelle nutzten...
Auf der Hochfläche von Palea Kameni findet man sehr seltene Skarngesteine und ab und zu mal Granatkristalle. Skarn entsteht, wenn Marmor in einer Magmakammer durch Temperatur und Druck verändert wird. Irgendein Vulkanausbruch hat dieses seltene Gestein an die Erdoberfläche gebracht.
Palea Kameni ist eine wunderschöne Insel und ich fragte mich schon oft, was wird, wenn Sostis mal nicht mehr ist. Wer kümmert sich dann um die Insel? Wird sie dann auch für den Massentourismus erschlossen und verliert ihren Reiz?
Der Massentourismus hat das Santorinarchipel voll im Griff. In Sostis Bucht kommen alle paar Minuten Holzschiffe an, von denen Hunderte ins Wasser springen, um mal schnell zu den "Hot Springs" schwimmen zu können. Der Genuß ist kurz, denn schon nach wenigen Minuten pfeifft einer vom Schiff und die Gäste müssen wieder zurück ins kalte Wasser schwimmen.
Hier begriffen wir schnell, dass unsere Art, Santorin zu erkunden, der wahre Luxus ist. Denn wir hatten überall so viel Zeit, wie wir zum Fotografieren und Erholen benötigten.
Die großen Touristikkonzerne und Reisebüros können mit Sostis nicht planen und keinen großen Gewinn machen. Daher freuen wir uns immer, wenn wir ihn mit unseren Gästen unterstützen. Jeder Euro ist gut angelegt, denn damit baut er seine Insel aus.

 

[Translate to Griechisch:] Tag 5: Die antike Stadt Thera

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Die Fahrt mit dem kleinen Charterbus zur Akropolis von Alt-Thera war ein bißchen Nervenkitzel... Über enge Kehren kommt man langsam nach oben. Gut, dass wir keinen Gegenverkehr hatten. Trotzdem waren einige Kurven so eng, dass der Bus zurücksetzen musste...
Wir waren alle froh, als wir oben ankamen und vorallem nicht mehr mit dem Bus die selbe Strecke zurückfahren mussten.
Gleich ging es zum Kartenhäuschen und hoch auf den Hügel, den der deutsche Archäologe Hiller von Gärtringen ausgrub. Wie an vielen Stellen in Griechenland, waren es deutsche Archäologen, die das antike Griechenland erforschten und den Griechen ihr nationales Selbstbewußtsein "als Nachkommen der antiken Griechen" schenkten.
Zuerst kamen wir an der Kapelle Agios Stefanos vorbei, in die viele antike Reste verbaut sind. Gleich danach fand ich am Felsen Orchideen (Ragwurz und Pyramidenorchis). Der Frühling ist die ideale Zeit, um auf diesem Berg zahlreiche Orchideen und Kräuter zu entdecken. Als Hauptziel meiner Touren habe ich aber seit Jahren das Artemidoros-Heiligtum gewählt. Nur bis zu einer gewissen Zeit am Morgen lohnt es sich die Stätte zu besuchen. Denn dann kann man die Felsreliefs sehen. Der Delphin steht für den Meeresgott Poseidon, der Löwe für Apollon und der Adler für Zeus. Natürlich darf man auch das Portrait des Stifters, dem Artemidoros nicht vergessen.
Weiter oben kamen wir dann zum ehemaligen Marktplatz "Agorá", auf dem gerade Saisonarbeiter mit Inbrunst und einem Rasenmäher versuchten, die wunderschönen Frühlingsblumen "Unkraut" zu beseitigen. Manchmal könnte man meinen, dass die Leute keinen Sinn für Ästhetik & Natur haben und somit sehr weit von ihren antiken Vorfahren entfernt sind. Wir haben also gerade noch Glück gehabt, die Ausgrabung mit dem Blumenschmuck zu genießen und zu fotografieren. Das Theater war noch schön grün und man konnte die Flugzeuge beobachten, die tiefer, als die Akropolis auf die Landepiste von Kamari zusteuerten.
Auf antiken Gassen ging es weiter zu den Resten aus der phönizischen Zeit und zu einer uralten Zisterne. Bei allem hatten wir den tollen Ausblick auf Perisa und die "Lefka Ori" auf Kreta, die noch tief verschneit waren. Diese Fernsicht hatte ich in über 20 Jahren noch nie auf Kreta.
Bald ging es auf einem Steinigen Wanderweg runter zum Strand von Perisa, wo wir uns erfrischten und auf unseren privaten Bus warteten.

 

[Translate to Griechisch:] Tag 6: Ausflug zur Plaka-Bucht bei Megalochori